Schön dass Sie bei uns vorbeischauen!

Unser Kirchspiel ist ein regionaler Zusammenschluss

der fünf evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden

 Regis, Breitingen, Ramsdorf, Hohendorf und Deutzen. 

Sie interessieren sich für unser Kirchspiel? Dann stöbern Sie in Ruhe in unserer Homepage. 
Und besser noch, kommen Sie doch einfach mal vorbei, zum Gottesdienst, oder zu einer unserer Veranstaltungen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen! 

 

Die Jahreslosung 2017

oder anders:

 

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz

und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26 (E)

 

Gedanken zur Jahreslosung

 

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ 

 

Das im Urtext hebräische Wort für Herz ist Lev,

Die Juden dachten der Verstand und das Denken findet im Herz und in den Nieren, also im Bauch statt.

Mit der grauen Masse im Kopf, dem Gehirn konnten sie damals nichts anfangen.

Daher auch Sprichworte  wie:  „Aus dem Bauch heraus entscheiden“, „das geht mir auf die Nieren“, „Auf Herz und Nieren prüfen“, Mit dem Herzen denken“ usw.

 

Das hebräische Wort für Geist ist Ruach.

Und Ruach ist der Wind und der Odem/Atem Gottes, der bläst, siehe Jesus in Joh. 3,8:

„Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist (Ruach) geboren ist“

 

Wir können die Jahreslosung also auch so übersetzen:

„Ich schenke euch ein neues Denken und lege einen neuen Wind, bzw. Elan in euch."

 

Also sollen wir mit neuen Gedanken und neuem göttlichen Elan in das Jahr gehen!

 

Dazu noch ein schönes Bild:

 

Gottes sind Wogen und Wind.

Segel aber und Steuer, 

dass ihr den Hafen gewinnt sind euer!

 

 

Andacht zur Jahreslosung

 

Wie soll das denn gehen?“, frage ich mich. Weil ich weiß, wie schwer es fällt, schon kleine Gewohnheiten zu ändern. Erst recht, einen Neustart zu wagen in den kleinen und großen Bereichen meines Lebens: „Wenn wir nicht völlig umdenken, sieht die Zukunft für nachfolgende Generationen düster aus“, warnen uns besorgte Menschen in Kirche und Gesellschaft.

„Sie kommen um eine Transplantation nicht herum“, muss die Ärztin dem Patienten mitteilen.
„Unser Kind ist so widerspenstig!“, äußern verzweifelte Eltern. 
„Wenn möglich, bitte wenden“, tönt die Stimme aus meinem Navi. Ich bin wohl in falscher Richtung unterwegs.

Deutliche Worte - allen gemein ist, dass sich zeitnah Grundlegendes ändern muss. Dass es sogar lebensnotwendig sein kann. Auch der Prophet Hesekiel hat im Auftrag Gottes klare Ansagen zu machen. Keine leichte Aufgabe!

Erst recht nicht, wenn er sie an Gottes Volk richten soll, an Leute „mit trotzigem Gesicht und hartem Herzen“. (Hesekiel 2, 4)

Hesekiel stammt aus einer Priesterfamilie und gehört zu den ersten, die von Israel nach Babylon weggeführt wurden. Führende Persönlichkeiten suchen seinen Rat. Mit immer wieder neuen Bildern verkündigt er die ihm von Gott aufgetragene Botschaft. Das Volk Israel will diese Worte nicht hören und lehnt sich gegen den Propheten auf. Da hinein macht Gott sein Angebot:
„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Von sich aus wird Gottes Volk es nicht schaffen, sein Volk zu sein: Ihn als seinen Gott zu erkennen. Das meint weit mehr, als seine Existenz nicht zu leugnen. Es geht um eine tiefe Beziehung, um ein Leben, das sich ganz auf sein Gegenüber einlässt und sich nach ihm ausrichtet. Gott schenkt seinem Volk das, was es für eine lebendige Beziehung braucht:
„Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch“. (Hesekiel 11,19)